Unter Dropshipping versteht man eine Verkaufsform, bei welcher der Einzelhändler komplett auf eigene Lagerhaltung und Wareneinkauf verzichten kann. Der Endkunde bestellt beim Einzelhändler und bezahlt (meist per Vorkasse) den Rechnungsbetrag. Der Händler gibt diese Bestellung an seinen Großhändler weiter, der dann die Auslieferung der Bestellung an den Endkunden übernimmt. In den USA ist diese Verkaufsform schon sehr lange Zeit äußerst beliebt. Hierzulande beginnt sie erst allmählich sich durchzusetzen.
Der Einzelhändler hat durch Dropshipping mannigfaltige Vorteile. Es entstehen keinerlei Kosten durch Lagerhaltung und teure Vorratshaltung von Waren. Somit ist Dropshipping insbesondere für Existenzgründer mit wenig Eigenkapital interessant. Komplette und umfangreiche Shoplösungen lassen sich so für wenig Geld realisieren. Durch die fehlende Lagerhaltung trägt der Einzelhändler auch keinerlei Risiko, auf seiner Ware sitzenzubleiben.
Die Rechnung stellt nach wie vor der Einzelhändler und auch der Großhändler versendet im Namen des Einzelhändlers. Der Endkunde bekommt somit meist nicht einmal etwas davon mit, dass es sich um Dropshipping handelt.
Kurz gefasst unterscheidet sich Dropshipping, zu deutsch auch Streckengeschäft genannt, nur darin, dass die Ware vom Großhändler direkt an den Endkunden geliefert wird. Alle anderen Verkaufsprozesse bleiben im Vergleich zum regulären Verkauf dieselben.
Bei dieser Verkaufsform gilt es jedoch auch die Fallstricke zu beachten. Für den Händler ist es immens wichtig, einen vertrauensvollen Dropshipping-Partner zu finden. Es wird allgemein empfohlen, die Zuverlässigkeit anhand einer Testbestellung zu überprüfen. Leider tummeln sich auch auf diesem Markt mitunter unseriöse Anbieter.